Ryzor - Myblog.de
Gratis bloggen bei
myblog.de

 Abonnieren RSS-Feed    
 design by Ryzor
Tierschutz? - wohl kaum

Ich kann es durchaus verstehen, warum manche Menschen Tiere nicht mögen. Gut, sie sind laut, dreckig und kosten Geld. Aber bitte liebe Leute, ihr seid noch viel schlimmer. Jeder, der keine Katze mag, weil sie kratzen könnten, jeder der kein Hund mag, weil er bellt - und es sei ausgeschlossen, dass dieser jemand von einer Katze, einem Hund, einem Pferd oder einem Hamster jemals angegriffen wurde - Menschen verletzen Menschen und vor allem auch jene, die vor Angst aus der Eventuallität heraus Tiere nicht leiden können, werden öfters von Menschen verletzt, als es ein Tier je könnte.

Gut, mir verzeihe man, dass ich ausschließlich die Personen angesprochen habe, die keine negativen Erfahrungen mit Tieren gemacht haben. Ich weiß nicht wie es ist, eine ungeheure Angst vor einem Tier, beispielsweise vor einem Hund zu haben, da dieser einen angegriffen hat und man davon immer noch ein, nicht zu verachtendes, Trauma von getragen hat. Jene möchte ich vom obigen Absatz ausschließen.

Dennoch, mir entzieht es sich meinem Verstand, wenn ich daran denke, wie rücksichtlos und falsch sich die Menschen gegenüber Tieren verhalten. Denn es sei wohl angemerkt: die Tiere waren vor uns da. Wir entwickelten uns aus ihnen heraus. Ob es nun der Affe war, oder dieser kleine lustige Fisch, mit seinen Wasserreservoir, sei dahingestellt. Aber der nötige Respekt ist vielen abhanden gekommen.

Natürlich, wer nicht mit Tieren aufgewachsen ist, weiß nicht, wie loyal und liebevoll solche Tiere sein können. Tiere sind ehrlicher, treuer, mitfühlender als Menschen es je können. Tiere beurteilen dich nicht nach deinem Aussehen, du bist einfach da und deswegen lieben sie dich. Sie geben dir alles, ihre Loyalität, ihre Gefolgschaft und ihre Liebe.

Ich gehe sogar soweit, dass ich behaupte: Tiere sind die besseren Menschen. Wie ich einmal so schön gelesen habe "Mäuse würden nie auf die Idee kommen, eine Mausefalle zu bauen. Aber wir haben Atomraketen."

Unser Intellekt und unsere "Überlegenheit" die wir leider zu hoch schätzen, bringt uns ins Grab. Denn ehrlich, es gab nur wenig kluge Leute, die für unseren Fortschritt beigetragen haben. Die meisten sind doch strunzdumm, oder zumindest so intelligent, dass sie die strunzdummen abzocken können. Keiner - außer ein paar wenigen - hat je einen Preis gewonnen, weil er die Welt je vorteilig verändert hat.

Und deswegen - nur weil ein paar Wenige(!!) die Welt vorangeführt hat, zu denken, die Erde sei unsers, ist doch größenwahnsinnig. Leider spiegelt das unserer Natur wieder. Grenzenlose Selbstüberschätzung und falscher Individualismus - auch Egoismus - führt dazu, dass wichtige Aspekte unserer Seins vernachlässigt werden. Sei es die Umwelt, Bildung, Soziale Kompetenzen oder die Tiere.

Tiere, die wichtig für das Ökosystem sind. Die die Welt im gleichgewicht halten. Ich persönlich glaube, dass die Tiere und die Welt jubeln wird, wenn wir durch unser eigenes Verschulden ins Gras beißen. Klingt doof, ist aber so.

Es gibt verschiedene Phänomäne des: "Kein Tierschutz!" in der Welt.

Einige davon möchte ich gerne ansprechen:

- Verhungern lassen des Tiers

- Tier aussetzen

- Missbrauch von Tieren

- Qäulerei von Tieren

- Vernachlässigung von Tieren

- Tiere als Produktionsgut

Durch unsere Globalisierung rückt die Welt immer mehr zusammen. Wichtige Lebensräume für Tiere werden zerstört, die Tiere flüchten sich in die Städte, versuchen dort an Mülltonnen an Nahrung zu kommen. Was machen wir? Wir töten sie... Dabei sind wir doch für ihre Misere verantwortlich.

Jeder der ein Tier hat oder mal gehabt hatte, weiß, dass diese auch - ja, wie wir Menschen - essen müssen. Und nein, es besteht nicht nur aus Abfall und Resten. Und nein, Tiere können sich, wenn sie bei einem Menschen wohnen, nicht selbst ernähren.

Tiere müssen umsorgt und gepflegt werden. Natürlich gehört da ein Maß Disziplin und Kontrolle zu. Denn ehrlich, wer will schon so eine kleine Fusshupe haben, die die ganze Zeit nur am rumkleffen ist.

Es kostet Geld, keine Frage. Darüber muss man sich vorher informieren. Aber des öfteren - nein, es ist nicht aus einem Walt Disney Film, damit es noch herzzereißender klingt - passiert es wirklich, dass ein Elternpaar seinem Kind ein Hund schenkt, das Kind will das aber nicht, oder kümmert sich nicht darum. Was machen die Eltern? Anstatt mal durchzugreifen, wird das arme Ding in den nächsten Karton gestopft und irgendwo hingestellt. Wenn es Glück hat, findet es jemand und es wird ins nächste Tierheim gebracht.

Wer sich ein Tier anschafft, muss dafür sorgen. Es ist wie ein Kind, leider kann man aber auch heutzutage ein Kind einfach mal so "entsorgen". Wenn es zu lästig ist, will ich es nicht mehr.

Wem fällt noch die Idiotie und grenzenlose Dummheit auf? Ich hoffe nicht nur mir.

Ein weiteres Thema, das eher gemieden wird, weil es unter die sogenannten "Tabu-Themen" gehört, ist der Missbrauch von Tieren. Ja, ich rede hier von Sex mit Tieren.

Mir kommt es so unrealistisch, absurd und beinahe lachhaft vor, dass es so etwas geben könnte. Aber ja, Menschen vergewaltigen Tiere. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Welchen Schaden das Tier davon tragen wird ist nicht absehbar, aber bei allen Mächten, solche Leute gehören eingesperrt.

Als kleiner Trost. Tiere werden im Rechtssystem nicht mehr als Gut oder Besitz eines Menschen angesehen. Sie haben eine eigene Persönlichkeit und deswegen kann jeder Mensch, der sich an einem Tier, jedweder Art zu schaffen macht, zur Rechenschafft gezogen werden.

An dieser Stelle gebe ich auch zu, dass ich beinahe mehr um ein Tier trauere, wenn es z.B. in einem Film stirbt, als um einen Menschen. Der Mensch verursacht soviel Katastrophe, soviel Leid - warum soll ich um ihn weinen? Er hat sich das selbst zuzuschreiben. Ein unschuldiges Wesen, das unserer Obhut unterliegt und uns blind vertraut. Etwas, dass mich sehr traurig stimmt. Denn wir vertrauen uns oftmals nicht selbst.

Von der Gewalt gegen Tiere brauche ich hier nicht zu berichten. Viele haben es mitgekriegt. Jugendliche, die Hasen anzünden. Alte Männer, die Katzen erschlagen, Hunde, die verprügelt werden, das Ausmaß der Gewalt gegen Tiere nimmt kein Ende. Es wird auch nie aufhören, es wird immer Leute geben, denen das Wohl anderer so egal ist. Was wir tun können, ist, es besser zu machen. Für die Tiere und auch für unsere Gesellschaft. Mehr Toleranz gegenüber Tieren.

Ohne Scherz, ich hatte mal einen Taxifahrer, der wollte auf einen Marder zu halten, weil er gerade auf der Straße war. Wie krank ist das? Tiere existieren nicht ohne Grund, wir Menschen hingegen tun es. Was wir lediglich machen, ist die Umwelt zu zerstören. Nennt mir eine richtig gute Sache, die durch die Menschheit geschehen ist. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit: "Blaaah, wir haben Technik! Und wir haben Autos!" Ui toll ... Technik, die vielleicht mal - wie in Matrix - in unsere Gehirne implantiert wird und Autos, die dazu beitragen, dass das die Welt ein kleines bisschen mehr zur Hölle wird.

Gut - ich kann jetzt reden, weil ich diese Privilegien genieße, es heißt aber nicht, dass ich sie alle in Anspruch nehme.

Damit kommen wir dann auch zu "Vernachlässigung der Tiere".

Ich habe vor ein paar Tagen eine News über einen Tierarzt, der in einer Schweinezucht, sich nicht um die Tiere gekümmert hat. Es wurde darüber berichtet, dass sich die Schweine gegenseitig gefressen haben. Unter ihnen lagen halbtote und schon längst dahingeschiedene Schweine, alles in Dunkelhaltung. Wer sich selbst davon überzeugen will: (Achtung: Unappettitlicher Inhalt)

http://www.animal-spirit.at/aktuell/entenfellner.html

Oder habt ihr auch von der Tierfarm gehört, wo die Tiere sich selbst überlassen wurden? Hunde haben sich dort wie Wölfe aufgeführt. Eine Hündin, die Junges hatte, musste regelrecht darum kämpfen, dass ihre Brut am Leben bleibt, weil die anderen Hunde, die Kleinen als Bedrohung empfanden.

Diese Tiere waren natürlich ausgewildert und desozialisiert. Ein friedliches Familienleben war mit denen nicht mehr möglich. Warum? Wegen einer Frau, die nicht das Recht hatte, ein Tier zu besitzen. Geschweige denn, eine ganze Farm davon.

Ein anderes Thema, das ihr alle kennt und manchen von euch aus den Ohren raushängt, ist die Behandlung von Tieren als Warengut.

Tiere werden auf dem Schwarzmarkt gehandelt, sie werden an Unwissende verkauft, die nicht mal ein Kind haben dürften. Tiere werden in Spanien als Massenware verkauft, mitleidige Touristen nehmen diese mit. Leider das Schlimmste was man tun kann. In China werden Hunde und Katzen bei lebendigem Leib gehäutet, weil das Fleisch dann besser steckt.

Tiere werden in brutalster Weise in Käfigen gehalten, sie greifen sich gegenseitig an und verletzten sich selbst. Ich wünsche mir echt, dass solche Leute, die dafür verantwortlich sind, selbst unter diesen Bedinungen stehen.

Eine Bitte an dieser Stelle: Kauft keine Pelz- oder Lederwaren aus dem Ausland oder in Deutschland. Jedes Kleidungsstück mit Fell ist mit größter Wahrscheinlichkeit aus Katzen- oder Hundehaaren. Den Tieren wird auf grausamste Weise das Fell abgezogen. Unterstütz es nicht, indem ihr solche Waren kauft! Selbst Kunstfell muss kein solches sein. Scheiss auf den Luxus, denkt an die Tiere!

Letzendlich könnt ihr euch an dieser Stelle fragen - sofern ihr das Interesse an diesem Beitrag hattet - "Warum sollte mich das interessieren?". Eine gute Frage, die nur die Antwort kennt: "Wenn du Herz hast, dann interessiert es dich!"

Jetzt werden wahrscheinlich die aus ihren Löchern kriechen, die totale Tierhasser sind. Mit Parolen wie "Tiere sind gefährlich. Sie töten einen!" macht ihr euch aber eher lächerlich.

Wer zu einem Tiger geht und ihn streicheln will, hat selbst schuld.

Wer mit Krokodilen ringelreihe spielt, muss sich nicht wundern, wenn er selbst das Spielzeug wird.

Was jedoch nicht abstreitbar ist, ist die Tatsache der vermehrten Hundeangriffe gegen Kinder und Erwachsene. Es ist eine schockierende Sache, dass so etwas überhaupt passiert. Doch möchte ich an dieser Stelle betonen, wie sehr solche Hunde durch den Menschen geprägt werden. Ich habe selbst Hunde, früher einen Dackel - der ziemlich groß war - und einen Labrador-Schäferhund-Mix. Beide waren die Nettigkeit in Tiergestalt, sie waren Treu, Gehorsam, immer lieb zu jedem Kind und jedem Erwachsenen. Haben sich gefreut, etc.

Meine Kusine jedoch, hat einmal unseren Dackel die ganze Zeit geägert und gekniffen. Was macht unser Dackel? Er kneift mal zurück. Es war nichts schlimmes, hat jedoch Schock hinterlassen. Die dumme Pute wollte unserem Hund dann ankreiden, dass dieser aus sich selbst gehandelt hat und dieses Misstück doch völlig unschuldig wäre. Pustekuchen, meine Mutter hatte sie zum Glück erwischt, als sie unseren Dackel gekniffen hat.

Warum erzähle ich euch das? Nun, erstens: Ein Hund ist auch nur ein Wesen, dass bestimmte Charaktereigenschaften hat. Gut, natürlich, ein Dackel ist kein Kampfhund.

Jedoch soll das verdeutlichen, dass ein Hund aggressiv reagieren kann, weil erstens: Das Herrchen/Frauchen hat den Hund so erzogen, oder zweitens: Der Hund hat eine Antipathie gegen den Menschen, auf Grund bestimmter Vorkommnisse. Hunde haben nämlich auch ein Gedächntis.

Es ist zwar wahr, dass bestimmte Hunde eher dazu neigen, agressiv zu werden, als andere, jedoch wird das durch den Besitzer immens gefördert.

Es sollte also kein Wesenstest geben, sondern einen Hunde-Besitz-Test, der bescheinigt, dass man in der Lage ist, einen Hund normgerecht aufzuziehen und zu pflegen.

Okay ... viele - ich hoffe wirklich, dass es viele sind - die das Lesen, werden sich vielleicht unberechtigt behandelt oder dargestellt fühlen. Es ist nicht so, dass ich alle Menschen als komplette Vollignoranten darstelle, oder es beabsichtige. Doch muss man zugeben, dass der Großteil der Menschheit nicht gerade durch übermäßige Gedankengänge strotz.

Fühlt euch also nicht angegriffen, wenn ihr meint, dass ihr nicht so seid.

Zum Schluss: Wer jetzt meint, dass mein Beitrag irgendwas in ihm ausgelöst hat, dann nutz dieses Gefühl und helft.

Es gibt genug Aktionen und Vereinigungen, die gegen Tiergewalt sind. Spenden, seien es noch so kleine Beträge, helfen. Ich selbst spende auch, zwar kein riesengroßer, nennenswerter Beitrag, aber die Tat alleine hilft.

Wer jetzt nun denkt: "Pah, was interessieren mich Tiere!", dann spendet wenigens gegen Kinderarmut, gegen die Missstände in den dritte Welt Ländern, gegen Rechtsextremismus oder für bessere Bildung auf der Welt.

Sorgt dafür, dass durch euren Beitrag, die Welt ein wenig besser wird. Übernehmt Verantwortung, zeigt, dass ihr Reif genug seid, euch mit eurer Welt und der Gesellschaft auseinander zu setzten.

Falls ihr euch wirklich aufgefordert fühlt, unter google.de kann man zu jedem Thema, dass einen persönlich bewegt, dutzende Seiten finden, die sich genau um das Thema drehen. Nutzt das Internet um das zu finden, dass euch bewegt.

So, das wars dann von mir. Tüdelü ...

14.7.08 09:13
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen